Sag mir wo die Blumen blüh'n~

Nach meinem Abstecher in den Zoo von Asahiyama geht es weiter richtung Süden in einen unscheinbaren Ort namens Bibaushi. Wieder einmal besteht die Bahnstation lediglich aus einem kleinen Bahngebäude auf einer Seite eines einelnen Gleises und zwei Bahnsteigen mitten im Nichts. Nachdem man diesen verlässt findet man sich auf einem besseren Feldweg wieder, der zu ein paar Häusern führt. Einen richtigen Ort gibt es hier noch nicht. Wenigstens gibt es eine Karte mit allen "Sehenswürdigkeiten" der Umgebung. Ich entnehme der recht groben Karte die Richtung zur Blumenfarm und mache mich auf den Weg. Den Fahrradverleih lasse ich links liegen. Schließlich sind es ja nur 3km bis zum Ziel...
Nachdem ich ein paar mal falsch abgebogen bin und mich immer wieder in noch mehr Nichts wiedergefunden habe, finde ich endlich zum Ziel. Es handelt sich um eine Farm auf der Kräuter und Blumen in den verschiedensten Farben gezüchtet werden. Die Felder reichen bis zum Horizont und die Farbenvielfalt färbt die Landschaft bunt ein. Nachdem ich den gut genutzten Parkplatz, auf dem sogar Reisebusse vorfahren passiert habe, darf ich kostenlos auf das Gelände der Blumenfarm. Es wird lediglich um eine Spende von 200 Yen gebeten. Ich gönne mir ein Softeis und das Wechselgeld wandert in die Spendenbox. Während ich mir mein Eis schmecken lasse lasse schaue ich mir all die Leute an, wie sie in ihren "Golf-karts" und im Farmtraktor gegen eine Gebühr die endlosen Weiten der Blumenfarm erobern. Einige Internetrezensionen sprachen davon, dass man dank der Fahrmöglichkeiten auch alles erreicht... ich sehe kein Problem darin ein paar Meter zu Fuss zu gehen. Aber jedem Tierchen sein Plesierchen. Der Farm schadet die Bequemlichkeit der Städter nicht.

Große Felderrundfahrt in Gemeinschaft
Oder in Eigenregie

Nach meinem Mittag aus Softeis, Maiskolben und einer kleinen Flasche Wasser gehts auf Fototour. Es fällt wirklich nicht leicht die Weite und Farbenpracht der Felder einzufangen. Leider ist es ein wenig bewölkt. Aber man kann dem Fotoapparat in Sachen Helligkeit ja auf die Sprünge helfen...
Viele Farben, viele Leute
Wirkt in echt noch farbiger

Fleissig am sammeln
Studentenblumen locken ebenfalls

Dafür, dass hier ganzjährig Blumen und Kräuter wachsen und blühen, sehe ich sehr wenige Bienen. Offenbar macht der Wind hier den Bestäuber. Was man hier für Möglichkeiten als Imker hätte, wo Honig in Japan doch so teuer ist...
Viel zu schreiben gibts hier nicht. Der Ausflug war eher was zum Gucken. Ich werf noch paar Bilder rein und empfehle wieder einmal: Schauts euch selber an. In Echt ists noch mal schöner. ;)
Typischer Pixelfehler Klasse I
Ich konnte es nicht lassen

Zu dem Quadbild sei noch gesagt: Es war meine erste Fahrt in Japan, wo ich selbst am Steuer saß. Ausgewiesen war die separat abgesteckte Platzrunde als ca. 1km lang. Man durfte leider nicht zwischen den Besuchern hindurchrasen. Die Bedingungen um fahren zu dürfen waren, dass man 16 Jahre alt und nüchtern sein musste. Kontrolliert wurde ich nicht (also des Alters wegen). Es gab einen Helm und eine kurze Einweisung in zwei Worten: "Brake", "Gas" und zwei Fingerzeige... Total unjapanisch, ich musste nicht einmal einen Zettel ausfüllen. - Spaß hats gemacht, auch wenn das Quad nur im ersten Gang fuhr und die Runde viel zu schnell zu Ende war. Wenigstens hatte ich keine Bummler vor mir. Es war mir die 500 Yen wert.
Zum Abschluss noch einmal in breit

Auf dem Weg zurück zur Bahnstation war ich dann ein wenig zielsicherer unterwegs. Irgendwann kam dann auch der Blumenzug zurück in die Zivilisation und so ging ein schöner Ausflugstag zu Ende.
Fährt in der Saison extra der Blumenfarmen wegen